Bildrauschen vermindern – ein paar scharfe Tipps

Wer noch eine analoge Kamera sein Eigen nennen kann, hat das Problem gar nicht erst. Das Rauschen tritt zu dem nicht nur bei den billigsten Kompaktkameras, sondern auch bei bei den teuersten DSLR-Apparaten. Natürlich gibt es viele Programme, die das Rauschen im Nachhinein versuchen zu reduzieren, doch kann man dem schon vor Beginn der Fotografie mit einigen Tricks entgegen wirken. In diesem Artikel versuche ich ein paar Tipps zu geben, die der Problematik zu helfen versuchen.

Korrektur-Methoden in der eigenen Kamera:

Die meisten gängigen Kameras haben einen oder mehrere integrierte Rauschfilter, die zur Reduzierung von Bildrauschen beitragen sollen. Der Nachteil hierbei ist jedoch, dass die Filterung nicht im Detail zu steuern ist, sondern lediglich eine De- bzw. Aktivierung des oben genannten Filters möglich ist. Hierbei kann man dann ebenfalls keinen Unterschied zwischen Helligkeitsrauschen, Farbrauschen oder so genannte Hotpixel machen. Es werden also jegliche Arten des Rauschens im Bild gleich behandelt. Sei es gewollt oder nicht. Hat man eine Kamera, die eine Filtersteuerung zulässt, sollte man dies natürlich beim Fotografieren überprüfen. Ob das mit Deiner Kamera möglich ist, solltest Du im entsprechenden Benutzerhandbuch nachschlagen. Mein Tipp wäre hier jedoch mit einer Software zu arbeiten, die auf dem eigenen Rechner zu installieren ist und den Filter der Kamera komplett zu deaktivieren. Allerdings sollte man dann dabei beachten, dass in der Nachbearbeitung eines Bildes wesentlich mehr Zeit investiert werden muss.

Vorbeugende Maßnahmen zur Verminderung von Rauschen:

Ist das Foto geschossen kann man nur noch hoffen, dass die Kamera den Rauschfilter oder das Programm zur Nachbearbeitung und Reduzierung des Rauschens, einen guten Dienst macht. Man kann jedoch mit einigen kleineren Maßnahmen das Rauschen im Bild um ein Vielfaches reduzieren. Ein paar Tipps, die es zu beachten gilt, wenn man sich unnötige Arbeit ersparen möchte. Als erstens solltest Du also darauf achten, dass Dein Lieblingsstück (hier meine ich die Kamera und nicht deine(n) Liebste(n)) gut vor Wärme geschützt ist. In der Regel kann man die Kamera bei Betriebstemparaturen von 0° bis 40° Celsius nutzen. Hierbei ist aber darauf zu achten, dass ein kälterer Sensor weniger Rauschen im Bild verursacht als ein wärmerer Sensor. Also solltest Du die Kamera nicht unnötig in der Sonne liegen lassen, sondern auch mal weg räumen. Nutzt Du die Kamera für einen gewissen Zeitraum nicht, solltest Du die Kamera besser komplett ausschalten, da der Sensor ebenfalls im Standby-Modus Hitze erzeugt. Nutzt Du die Kamera also nicht, kannst Du sie ruhig komplett ausschalten.

Auch die Art der Belichtung kann eine wesentliche Rolle beim Rauschen spielen. So werden beispielsweise Langzeitbelichtungen zur Erwärmung des Sensor beitragen, was wiederum ein höheres Risiko im Bildrauschen bedeuten kann. Somit sind also kürzere Verschlusszeiten eine bessere Wahl.

Das leidige Thema LiveView spielt auch hier wieder eine wesentliche Rolle. So haben verschiedene Kameras das Problem, dass der optische Sucher einfach fehlt und durch eine Live-Vorschau ersetzt wurde. Um eine permanente Vorschau zu liefern, muss der Sensor permanent arbeiten und erhitzt folglich auch. Dies passiert zwar nicht sofort, aber sein wir mal ganz ehrlich. Packst Du Deine Kamera nach einem Foto wieder in die Tasche? ;) Ist es also an Deiner Kamera möglich, die LiveView-Funktion zu deaktivieren und den optischen Sucher zu nutzen, solltest Du dies bei einer etwas längeren Session auch tun.

Kommen wir nun zum ISO-Wert. Dieser Wert ist in den meisten Kameras wählbar. Je höher hier der Wert ist, umso größer auch die Gefahr des Rauschens. Möchte man bei schlechten Lichtverhältnissen fotografieren, kommt man nicht um einen höheren Iso-Wert herum. Hierbei sollte man also darauf achten, dass man bei schlechten Lichtverhältnissen also immer ein gutes Stativ zur Hand hat. Noch besser wäre, das Automatik-Programm der Kamera zu deaktivieren, den Iso-Wert herunter zu drehen und eine längere Belichtungszeit einzustellen. Welcher ISO-Wert bei welcher Kamera am geeignetsten ist, lässt sich pauschal leider nicht beantworten. Doch es ist allgemein bekannt, dass ein niedriger Wert rauschärmere Bilder liefert als ein höherer Iso-Wert.

Hat man die oben genannten Punkte beachtet und trotzdem ein gewisses Rauschen im Bild zu vermelden, gibt es verschiedene Programme, die dem entgegen wirken sollen. Eine kleine Liste der Programme die zur Reduzierung beitragen sollen habe ich hier einmal zusammen getragen:

Wie bereits oben erwähnt spielen die Lichtverhältnisse beim Fotografieren ebenfalls eine große Rolle. So kann man zum Beispiel durch helleres bzw. richtiges  Belichten dem Rauschen im Bild entgegen wirken. Eine große Hilfe bei den heutigen Kameras ist das Histogramm. Fokusiert man das gewünschte Objekt, kann man einen prüfenden Blick auf das Histogramm werfen. Ist es auf der rechten Seite ausgeprägter als auf der linken Seite bzw. in der Mitte, hat man vielleicht ein zu helles Bild, kann aber im Bildbearbeitungsprogramm das Bild bequem nachdunkeln. Denn sollte ein Bild zu dunkel fotografiert werden und man hellt es im Programm seiner Wahl auf, zieht man auch automatisch ein ungewolltes Rauschen mit ins Bild. Andersrum geht das wunderbar.

Das war’s erstmal von meiner Seite. Vielleicht fällt Euch ja noch etwas ein, dass hier rein passt. Ich würd’ mich auf jeden Fall über ein Kommentar freuen.