Ein paar Tipps gegen verwackelte Bilder!

Mittlerweile könnte man meinen, dass durch die Werbebotschaft namhafter Kamera- und Objektiv-Hersteller, es einfach reicht anzuvisieren und abzudrücken. Doch dem ist leider nicht immer so. Klar, für ein paar Schnappschüsse oder schnelle Urlaubsbilder sind die heutigen Kameras mehr als gut ausgelastet. Doch möchte man sich etwas intensiver mit der Thematik “Fotografie” befassen, reicht ein einfaches Knipsen nicht aus. In diesem Artikel möchte ich auf das Thema “Unschärfe” und seine möglichen Ursachen eingehen. Ich möchte außerdem ein paar Tipps zum Thema “scharfe Bilder” in diesem Artikel näher bringen, die dem Einen oder Anderen vielleicht nicht bekannt sind.

Woher kommt die so genannte Unschärfe in der Fotografie?

Nun, sie kann viele Ursachen haben. Um einige zu nennen, möchte ich zum beispiel die manuelle Fokussierung bzw. den automatischen Fokus (Autofokus) erwähnen. Ein weiterer Grund kann zum Beispiel auch das unabsichtliche Bewegen während der Belichtung sein. Hier spricht man zum Beispiel von der Bewegungsunschärfe. Diese wiederum kann bei einer zu langer Belichtung ohne Stativ passieren. Viele Kameras beispielsweise bieten für solche Fälle einen Bildstabilisator, der dem entgegen wirken kann.

Eine oft genannte Regel in solchen Fällen, die der Unschärfe entgegen wirken sollen, wäre zum Beispiel den Kehrwert der Brennweite in der Verschlusszeit zu nutzen. Nicht verstanden? Nicht schlimm, hab’s auch nicht beim ersten mal kapiert. Ein simples Beispiel wäre also: Man fotografiert bei einer Brennweite von 100 Millimetern; hier muss sollte man eine Verschlusszeit von mindestens 1/100 Sekunden auswählen. Oder halt kürzer. Man darf jedoch auch nicht vergessen, dass längere Belichtungszeiten als 1/30 Sekunde auch wieder zu Verwacklungen oder eben Bewegungsunschärfe führen kann. Hier käme also wieder das Stativ ins Spiel. Ein ebenfalls gern genutzter Trick ist das simple Abstützen an Wänden, Straßenschilder oder Ähnlichem. Am einfachsten ist es sogar, wenn man das Stativ gerade nicht zur Hand hat, die Kamera wohl positioniert abzustellen und den Selbstauslöser zu betätigen.

Wenn die Automatik nicht mehr reicht, was dann?

Um es einfach auszudrücken, würde dann wahrscheinlich die kleinste Blende weiter helfen. Viele Kameras haben das Programm Blendenvorwahl (A,Av) integriert. Hier hat man nun die Möglichkeit, die Blende manuell einzustellen. Die Belichtungszeit wird dann automatisch von der Kamera angepasst. In diesem Fall kann man nämlich dafür sorgen, dass mehr Licht in die Kamera fällt und dadurch die Belichtungszeit so kurz wie möglich gehalten wird. Hat man nun noch einen Bildstabilisator in der Kamera bzw. im Objektiv integriert, kann man hier schon wieder gute Bilder machen.

Das Rauschen (Empfindlichkeit des Sensors) spielt in der Fotografie auch eine gravierende Rolle. Im Automatikmodus beispielsweise, kann man bei schlecht belichteten Plätzen beobachten, wie sich eine körnige Schicht über das Bild legt. Je nach Kamera kann diese Empfindlichkeit aber auch dazu beitragen, dass der Sensor der Kamera mehr unempfindlicher wird. Zumindest was die Belichtungszeit angeht. Je höher also der ISO-Wert der Kamera um so weniger Licht wird benötigt. Doch wie bereits gesagt, es hängt stark von der Kamera und den Lichtverhältnissen des Raums ab, wie der ISO-Wert einzustellen ist. Ein zu hoher ISO-Wert kann auch zu so genannten Rauschen im Bild führen. Sagte ich ja bereits. ;)

Ich nutze einfach meinen Blitz um für Licht zu sorgen!

Klar, mann kann den Blitz der Kamera natürlich für diesen Zweck nutzen, denn dafür wurde er ja schließlich auch gebaut. Doch man sollte auch wissen, dass ein integrierter Blitz nicht unendlich weit belichten kann. Fotografiert man beispielsweise Personen in einer dunklen Umgebung, kann es schnell passieren, dass der Hintergrund gar nicht mehr zu erkennen ist und die Personen im Vordergrund vielleicht sogar sehr blass dargestellt werden. Ein Tipp hier wäre also die Blendenvorwahl oder auch Zeitautomatik genannt, zu wählen. Die Belichtungszeit würde nun zwar (unglücklicherweise) zu lange ausfallen, doch wenn man die Menschen darum bittet, nach der Aufnahme noch stehen zu bleiben, wird durch die längere Belichtungszeit der Hintergrund ebenfalls etwas ausgeleuchtet. Hier kann man also den ISO-Wert runter schrauben und trotzdem noch schickere Bilder im Dunkeln machen.

Das war es erst einmal von meiner Seite zum Thema verwackelte Bilder. Vielleicht hat es dem einen oder anderen etwas geholfen oder zumindest dazu angeregt sich ein wenig mehr mit der Materie zu beschäftigen. Sollte jemand noch etwas einfallen, dass nicht zu technisch wird, kann er sich gerne bei mir melden oder einfach einen passenden Kommentar hinterlassen. Ich freue mich!