Fotos nostalgisch gestalten mit dem Vintage-Look

Im Zeitalter der 3D-Technologie, Mobilfunktelefone & der Hybrid-Autos ist es schwer noch nostalgische Fotos zu finden. Um diesen Look zu erzielen, muss man nicht auf den Speicher krakeln, um nach Opas Fotoapparat zu suchen. Viel leichter geht es mit Adobe Photoshop & diesem Artikel der zeigen soll, wie das Ganze funktionieren kann. Wir werden dem folgenden Foto ein paar Risse, Knicke und auch Flecken verpassen, so dass das Foto etwas abgegriffen aussehen wird und vielleicht den erwünschten nostalgischen Effekt bekommt. Man sollte auch darauf achten, dass man Fotos veraltet, die auch wirklich in diesen Look passen. In meinem Beispiel hatte ich leider kein passendes Foto parat, so passen die Taxis & modernen Geschäfte leider nicht in den Stil. Trotzdem kann ich anhand dieses Fotos gut erklären, wie man zum Ziel kommt.

1. Tonwerte im Bild bearbeiten:

Öffnen wir das gewünschte Bild in Adobe Photoshop. Danach wechseln wir zu “Bild – Korrekturen – Tonwertkorrektur”.  Im Kanal wo derzeit “RGB” steht, wählen wir nun “Rot” aus. Nun werden alle Rottöne dargestellt. Im Histogramm werden wir den rechten Schieber nun etwas nach links ziehen. So, dass das Bild etwas rötlicher schimmert. Bei mir ist der rechte Wert nun auf 205 gesetzt. Dieser kann aber von Bild zu Bild variieren. Probieren wir es am Besten einfach aus. Das wiederholen wir nun mit den Farben Grün und Blau. Nun haben wir das Bild etwas aufgehellt ohne es zu grell werden zu lassen.

2. Gradiationskurven zurecht rücken:

Als nächstes steuern wir die Gradiationskurven an. Dies machen wir zum Beispiel unter “Bild – Korrekturen – Gradiationskurven”. Hier müssen wir nun ein leichtes “S” formen. Klicke dazu zwei Punkte in der Gradiationskurve an. Danach werden wir die Ebene duplizieren. Dies kann man mit der Tastenkombination “STRG+J” erzielen oder wenn man mit der rechten Maustaste auf die betroffene Ebene klickt und” Ebene duplizieren” auswählt. Die Kopie nennen wir dann übersichtshalber in “schwarz/weiß” um.

3. Ebene entfärben:

Die gerade erstellte Ebene werden wir nun in zwei Farben aufteilen. Einmal schwarz und einmal in weiß. Dazu werden wir alle sonstigen Farben herausnehmen. Dies geht ganz einfach mit “Bild – Korrekturen – schwarz/weiß”. Es öffnet sich nun ein neues Fenster, bei dem wir die Einstellungen unberührt lassen. Klicke nun auf OK um die Korrektur zu bestätigen. Die Deckkraft der Ebene werden wir auf 50 Prozent reduzieren. Die Füllmethode werden wir nun auf “Ineinanderkopieren” setzen. Diese Ebene werden wir nun duplizieren müssen. Dies geht wie wir ja bereits wissen mit “STRG+J” Hier wird die Deckkraft nun auf zehn bis zwanzig Prozent reduziert.  Je nachdem wie sich die Deckkraft auf unser Bild auswirkt. Bei mir waren es beispielsweise 10 Prozent. Die Füllmehtode in dieser Ebene wird allerdings auf “Ausschluss” gesetzt. Wir sollten die Ebene nun auch “Ausschluss” nennen um die Übersicht später nicht zu verlieren.

4. Fotos vergilben bzw. abstumpfen:

Ältere Fotos haben häufig diesen vergilbten Effekt, die es erst richtig alt aussehen lassen. Diesen Effekt werden wir nun mit “Ebene – Neue Füllebene – Farbfläche” nachahmen. Als Farbe werden wir den Farbton #b1a411 setzen. In der gerade erstellten Ebene werden wir nun die Füllmethode auf “Ineinanderkopieren” ändern. Diese erstellte Ebene platzieren wir nun über die Ebene “schwarz/weiß”. Diese Ebene nennen wir nun Farbfüllung 1

5. Dem Bild etwas Rauschen verleihen:

Nun müssen wir eine neue Ebene über die Ebene Farbfüllung erstellen. Diese Ebene werden wir nun “Rauschen” nennen. Drücken wir nun die Tastenkombination “Schift + F5″ um die “Fläche füllen” Option aufzurufen. Diese Ebene werden wir nun mit schwarzer Farbe verwenden und mit OK bestätigen. Nun müssen wir mit dem Rauschfilter etwas Rauschen hinzufügen.  Dies machen wir unter “Filter – Rauschen – Rauschen hinzufügen”. Den Wert hierfür setzen wir etwa auf 5 Prozent und aktivieren die “Gaußsche Normalverteilun”g, insofern sie nicht schon aktiviert ist. Ebenfalls aktivieren wir “Monochromatisch” und klicken nun auf OK um die Änderung zu bestätigen. Diese erstellte Ebene werden wir nun in der Füllmehtode auf “negativ multiplizieren” setzen.

6. Die Einstellungsebenen:

Klicken wir nun die oberste Ebene an und erstellen dann eine neue Einstellungsebene. Wir wählen hier “Farbton/Sättigung” aus. Der Farbton bekommt nun den Wert auf “-20″ und die Sättigung auf “-25″. Die Vordergrundfarbe ist in meinem Beispiel auf “1f4fa0″ gesetzt und die Hintergrundfarbe wiederum auf “fffbbb”.  Nun werden wir wieder eine Einstellungsebene erstellen. Hier nehmen wir jedoch die “Verlaufsumsetzung”. Die zuvor eingestellten Hintergrund- und Vordergrund-Farben werden nun angewandt. Die Füllmehtode hierfür werden wir auf “Negativ multiplizieren” ändern. Die Deckkraft dafür werden wir auf siebzig Prozent ändern. Als nächstes werden wir wieder eine Einstellungsebene erstellen. Hier jedoch die “Helligkeit/Kontrast” Einstellung mit folgenden Werten. Helligkeit wird auf -15 gesetzt und Kontrast wiederum auf 15. Diese Werte können je nach Bild auch angepasst werden. Am besten ist es, einfach auszuprobieren, bis es passend ist.

7. Nostalgisch mit Vignette:

Klicken wir nun die oberste Ebene an und nutzen die Tastenkombination “ALT – STRG – Schift – E” um alle Ebenen auf eine sichtbare Ebene zu reduzieren. Diese Ebene werden wir “Vignette” taufen und zum “Filter – Verzerrungsfilter – Objektivkorrektur” wechseln. Oben wechseln wir in den Reiter “Benutzerdefiniert” und ziehen den Abdunkeln-Regler auf einen Wert von -60 und bestätigen dann mit OK.

8. Sepia einfügen:

Nun werden wir wieder eine Volltonfarbe-Ebene einfügen. Den Farbwert werden wir hier auf “e79a4d” setzen. Klicke dann auf OK um die Farbe zu bestätigen und wechsel dann die Füllmethode auf “weiches Licht” um den Sepia-Effekt hervor zu rufen. Nun reduzieren wir die Deckkraft auf 65 Prozent.

9. Kleckern statt klotzen:

Nun müssen wir dem Foto noch einen Kaffeefleck verpassen um dem Bild das gewisse etwas zu verpassen. Auf brusheezy.com gibt es zahlreiche Pinselspitzen, die es zu erkunden gilt. Platzieren wir doch einfach noch einen Kaffeerand auf dem Foto um ihm das gewisse etwas zu verleihen. Im Anschluss gibt es noch meine beiden Bilder in der Vorher- und Nachher-Fassung zu sehen. Bei Fragen könnt Ihr Euch gerne bei mir melden.