Glossar

Da dieser Blog hauptsächlich als Hobby betrieben wird und der Verfasser dieser Artikel ebenfalls ein relativ frischer Fotograf ist, werden hier verschiedene Begriffe gesammelt, die dann auch eine passende Erklärung finden. Hier ist ein kleines Sammelsurium aus der Welt der Fotografie entstanden. Sollte hier ein Begriff bzw. eine Erklärung vermisst werden oder gar falsch erklärt worden sein, kannst Du uns gerne kontaktieren, damit ich den Fehler schnellstmöglich beheben kann. Natürlich bist Du auch gerne dazu eingeladen, fehlende Begriffe vorzuschlagen und mit Deiner Erklärung einzureichen.

Übersicht der Begriffe:

  1. Auslöser
  2. Objektiv
  3. Fokus
  4. Sucher
  5. Dioptrien
  6. ISO
  7. Telekonverter
  8. Blitz
  9. Belichtung
  10. Brennweite
  11. AE-Lock
  12. Anti-Aliasing
  13. Auflösung
  14. Available light
  15. Bildrauschen
  16. Blende
  17. Blitzschuh
  18. Brennweite
  19. CCD
  20. Chromatische Abberration
  21. CMOS
  22. Exif
  23. Farbtiefe
  24. Farbsättigung
  25. Four-Thirds
  26. Füllblitz
  27. Gegenlicht
  28. Hotpixel
  29. Kontrastumfang
  30. Li-Ion
  31. LiveView
  32. Makromodus
  33. Megapixel
  34. Optischer Zoom
  35. Pixel
  36. Schärfentiefe
  37. Spotmessung
  38. Tonnenförmige Verzerrung
  39. Vollformat

Hier gibt es nun zu den Begriffen, die passenden Erklärungen. Ich freue mich auf Deine Kommentare.

1.  Auslöser:

Bei betätigen des Auslösers an der Kamera startet man die Belichtung einer Aufnahme. Neben dem Belichten kann der Auslöser auch noch andere Funktionen haben. So haben beispielsweise viele Kameras die Möglichkeit, durch halb durchdrücken des Auslösers, ein Objekt zu fokussieren. Neben dem eigentlichen Auslöser an der Kamera, gibt es noch die so genannten Fernauslöser. Diese gibt es in zahlreichen Variationen. Zum Beispiel über Bluetooth, Kabelverbindung und viele mehr.

2. Objektiv:

Bei einem Objektiv spricht man von einem optischen System, dass die Abbildung  einer Gegenstands ermöglicht. Bei vielen DSLR-Kameras werden in der Regel so genannte Normalobjektive mitgeliefert. Es existieren jedoch auch noch andere Objektive wie zum Beispiel Tele- bzw. Fernobjektive, Makroobjektive, Weitwinkelobjektive und viele mehr. Objektive gibt es in unterschiedlichsten Brennweiten.

3.  Fokus:

Beim Fokus spricht man von dem Punkt, auf dem die Linse des Objektivs scharf gestellt wird. Gerne wird er auch der Brennpunkt genannt.

4. Sucher:

In der Fotografie ist der Sucher die Vorrichtung, durch die man durch schaut, um das gewünschte Objektiv anzuzielen. Viele Kameras unterstützen mittlerweile, dass man bereits mit dem Sucher die notwendige Schärfe des zu fotografierenden Objekts beurteilen kann.

5. Dioptrien:

Die Maßeinheit Dioptrien wird bei der Angabe von Brechwerten in optischen Systemen verwendet. Hierzu zählt zum Einen das Auge selbst als großer “Sehapparat”, zum Anderen auch Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen. Dementsprechend werden viele Sehschwächen wie Kurzsichtigkeit (Myopie) oder Weitsichtigkeit in Dioptrien angegeben. Kurzsichtigkeitswerte werden dabei in Minus-Dioptrien, Weitsichtwerte als Plus-Dioptrien angegeben. Ausgangspunkt für diese Maßeinheiten ist ein “Normalwert”, der im optimalen Auge anzutreffen ist. Die Maßeinheit selbst wird international mit dpt abgekürzt und findet sich so auch im Brillenpass vieler Betroffener.

6. ISO:

ISO steht für “International Organisation for Standardisation” und ist eine internationale Norm inn der (digitalen) Fotografie. Hier wird die Lichtempfindlichkeit des Aufnahmemediums (CCD Sensor) mit einem ISO Wert angegeben. Gängig sind ISO Werte von 50 bis 3600, wobei kleinere Werte für geringe Lichtempfindlichkeit und größere Werte für höhere Lichtempfindlichkeit stehen. ISO 100 ist demnach doppelt so lichtempfindlich wie ISO 50 und ISO 200 doppelt so empfindlich wie ISO 100…

Die Erhöhung der ISO um eine Belichtungsstufe, zum Beispiel von ISO 400 auf ISO 800, hat den gleichen Effekt, als würde um eine Belichtungsstufe länger belichtet werden. Der CCD Sensor kann dabei bei höherer ISO in kürzerer Zeit die gleiche Menge Licht aufnehmen. So kann der Fotograf mit einem hohen ISO Wert eine kürzere Verschlusszeit als mit einem niedrigeren ISO Wert erreichen.

7. Telekonverter:

Telekonverter sind Zusatzgeräte für Kameraobjektive, die die Brennweite des vorhandenen Objektives vergrößern. Dadurch wird ein kleinerer Bildwinkel erfasst und das Bild bei gleichem Abstand zum Motiv entsprechend vergrößert.

8. Blitz:

Nicht immer reicht die Beleuchtung für ein Foto. Besonders, wenn sich das Motiv bewegt. Dann ist ein Blitzlichtgerät erforderlich. Verschiedene Kameras haben einen Blitz bereits integriert oder lassen sich einen mittels Blitzschuh erweitern.

9. Belichtung:

Die Belichtung wird beeinflusst durch die Helligkeit/Lichtreflektion des Aufnahmemotivs im Verhältnis zur “Film”-empfindlichkeit. Sie kann durch die Kombination von Blende und Zeit geregelt werden.

10. Brennweite:

Wenn Sie eine Lupe in die Sonne halten, werden Sie bei richtig gewähltem Abstand zu z.B. einem Blatt Papier feststellen, daß sich die Sonnenstrahlen in einem einzigen Punkt treffen und nach einiger Zeit das Papier entzünden. Der Abstand entspricht der sogenannten Brennweite der Lupe .Beim Fotografieren spielt es natürlich keine Rolle, wie weit man ein Objektiv von Papier weg halten muß, damit dieses durch die in einem Punkt konzentrierten Sonnenstrahlen entzündet wird. Aber die Brennweite ist eine Größe, von der die sehr wichtige Kenngröße Bildwinkel abhängt. Der Bildwinkel beschreibt physikalisch gesehen, in welchem Winkel sich maximal Objekte befinden fürfen, damit sie gerade noch auf dem Film abgebildet werden. Salopp gesagt bedeutet ein großer Bildwinkel, daß das Objektiv verkleinert d.h. “viel auf dem Film bringt” bis hin zum Extrem einer schon fast surrealistischen Abbildung eines Fischaugen-Objektivs. Ein kleiner Bildwinkel besagt hingegen, daß das Objektiv wie ein Fernrohr die Welt “näher heranbringt”.

11. AE-Lock:

Anfangs bevorzugen viele Fotografen die Bildmitte: Freunde winken uns aus ihr zu, den Eiffelturm finden wir mittig platziert und ebenso jede Blume. Doch muss das Hauptmotiv nicht im Zentrum stehen, damit es ins Auge fällt. Indem es etwas zur Seite gerückt wird, wirkt es oft lebendiger. Und falls man etwa die Regel des goldenen Schnitts beachtet, gelingt eine harmonische Aufnahme.
Allerdings blickt das Kameraauge immer auf die Bildmitte. Die Folge: Autofokus und Belichtungsmesser zielen an der Person am Bildrand vorbei, wodurch sie manchmal unscharf und dunkel wird. Die beiden Funktionen AF- und AE-Lock lösen das Problem auf einfachste Weise.

12. Anti-Aliasing:

Auch als “Kantenglättung” bekanntes Verfahren zur Reduzierung von verfremdenden (aliasing) Treppeneffekten bei Computergrafiken. Einfache Computergrafiken zeichnen sich durch eine “pixelige” Darstellung aus, bei der Grafikelemente oft nur genau einen definierten Farbton haben. Verglichen mit Fotografien feiner Linien wirken diese Grafiken dann gröber aufgelöst, selbst wenn sie eine identische Pixelzahl aufweisen. Erst wenn die Verfremdungseffekte an den Rändern durch die Verwendung von Zwischentönen beseitigt werden, erscheint die Darstellung realistisch. In der hier dargestellten, auf das doppelte vergrößerten, Anti-Aliasing-Grafik wurden neben schwarz und weiß nur drei Grautöne verwendet, um die Auflösung scheinbar zu vervierfachen.

13. Auflösung:

Die Auflösung ist die Fähigkeit eines Messgeräts, physikalische Größen gleicher Dimension von einander zu trennen. Die Auflösung gibt also den kleinsten wahrnehmbaren Unterschied an. Dabei kann es sich um Bildpunkte, Spannungen, Winkel, Entfernungen, Farben, Frequenzen oder beliebige andere dimensionsbehaftete Größen handeln.

Die Auflösung gibt an, wie detailliert man z. B. Messwerte ablesen kann, wobei sie nicht mit der entsprechenden Genauigkeit zu stimmen brauchen. Die Auflösung ist also im Allgemeinen höher (“besser”) als die Genauigkeit. Dies kann aber auch umgekehrt sein: Wenn die Präzision eine höhere nutzbare Auflösung erlauben würde, kann man durch Wiederholung der Messung und Mittelbildung die Genauigkeit der Messwertbestimmung über die Auflösung hinaus steigern.

14. Available light:

Der Begriff “Available Light” (AL) steht auch im Deutschen für das Fotografieren bei vorhandenem Licht. Es geht dabei um das ausschließliche Nutzen der gegebenen Lichtverhältnisse ohne weitere Lichtquellen. Früher oder später kommt fast jeder Hobbyfotograf dazu, unter solchen Lichtverhältnissen einmal Aufnahmen zu machen. Aber es gibt auch Experten auf diesem Gebiet, die daraus einen eigenen Stil kreieren.

15. Bildrauschen:

Bildrauschen ist der Fachbegriff für grießelige, unruhige Farbflächen, vor allem in dunkleren Partien von Digitalbildern. Doch wie ist das Rauschen ins Bild gekommen? Die Antwort ist so einfach wie spannend: Fachleute haben den in der Rundfunk- und Verstärkertechnik geläufigen Begriff des Rauschens einfach auf Digitalbilder übertragen. Das ist nachvollziehbar, denn die Ursache der Störungen ist in Digitalkameras die gleiche wie in Audioanlagen: Elektronische Bauteile erzeugen kleine elektrische Signale, das ist unvermeidbar. Beim Verstärker werden sie hörbar, wenn die Lautstärke ohne Musiksignal voll aufgezogen wird – es rauscht dann aus den Boxen. In Digitalkameras wird das elektrische Signal besonders verstärkt, wenn wenig Licht auf den Bildwandler einfällt. Dadurch werden auch die selbsterzeugten Störsignale verstärkt – und schon muss sich der Fotograf über „verrauschte Fotos“ ärgern.