Mehr als 400 zeitsparende Photoshop Aktionen als Download!

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Photoshop-Aktionen werden nicht nur als zeitsparende Hilfsmittel genutzt, sondern dienen auch gerne mal zu Lernzwecken. So kann man beispielsweise immer wiederkehrende Schritte als eigene Aktion abspeichern oder gar heruntergeladene Importieren und immer wieder nutzen. Mehr lesen →

15
Feb 2012
AUTOR David
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Zurück zu den Achtzigern mit Crossentwicklung

In den vielleicht etwas wilden achtzigern, als die analoge Fotografie noch DAS Thema war, war die Cross-Entwicklung sehr präsent. Doch auch im Zeitalter der modernen Medien spielt die Crossentwicklung noch eine sehr große Rolle. Mit den hiesigen Bildbearbeitungsprogrammen kann man diese Art der Entwicklung relativ einfach simulieren. Ab Adobe Photoshop 6 kann man dieses Tutorial anwenden und nachahmen. Ich jedoch habe in diesem Beitrag einfach mal Adobe Photoshop CS 5 ausprobiert. Nimm Dir also ca. 10 – 15 Minuten für die Bearbeitung des Bildes Zeit und entdecke die Möglichkeiten der Cross-Entwicklung.

Womit wird in Adobe Photoshop gearbeitet?

Um den gewünschten Effekt zu schaffen, benötigen wir folgende Photoshop-Funktionen:

  • Filter
  • Gradiationskurven
  • Farbbalance
  • Farbton/Sättigung
  • Füllebene
  • Ebenenmodi

Diese Begriffe sollten Dir also bekannt sein. Sollten Sie völlig fremd sein, kannst Du auf der Photoshop-Hilfe-Seite (F1) Antworten suchen oder einfach hier einen Kommentar schreiben. Ich werde mich Dir annehmen *fg*.

Beginnen wir mit dem Tutorial:

Ziel dieser Art der Bearbeitung ist es, knallige Farben und harte Kontraste hervor zu rufen. Dadurch bekommt das Bild einen ganz eigenen Charakter. Jedoch sollte ich hier auch sagen, dass die Werte, die ich in diesem Artikel vorgebe, lediglich Richtwerte sind. Jedes Bild hat eine andere Belichtung, andere Farben und sieht im Gesamten anders aus, als das von mir verwendete Foto. Zögere also nicht mit den genannten Reglern zu spielen um das Bild nach Deinen Vorstellungen zu gestalten.

1. Korn erzeugen:

Öffne das von Dir gewünschte Bild und erstelle eine neue Ebene mit weißer Füllfarbe darüber. Gehe nun zu den Filtern und wähle den Filter Rauschen hinzufügen. (Filter – Rauschfilter – Rauschen hinzufügen). Hier sollte die Stärke zwischen 15 und 20 Prozent variieren. In meinem Beispiel habe ich den Wert 12,5 Prozent genommen. Ebenfalls solltest Du “Gaußsche Normalverteilung” wählen. Dann noch “Monochromatisch” verwenden. Diese Ebene sollten wir nun noch etwas abstumpfen. Das machen wir mit dem “Gaußschen Weichzeichner” für diese Ebene. Für mein Bild habe ich einen Wert von 0,5 Pixel genommen. (Filter – Weichzeichnungsfilter – Gaußscher Weichzeichnungsfilter). Nun muss der Ebenenmodus für die weiße Ebene noch auf “multiplizieren” gesetzt und die “Deckkraft auf ca. 50%” gestellt werden.

2. Farbe & Kontrast erzeugen:

Nun beginnen wir mit dem eigentlichen Teil der Crossentwicklung. Über die weiße Ebene erstellen wir eine neue Einstellungsebene. (Ebene – Neue Einstellungsebene – Gradiationskurven). Mit dieser Ebene werden wir nicht nur die Kontraste verstärken, sondern auch die Farbtöne etwas “verlagern” bzw. verschieben. Beginnen wir mit der folgenden Gradiationskurve:

  • RGB: Hier sollte eine kleine S-Kurve geformt werden. Mein Beispiel ist nur ein Beispiel und kann je nach Bild variieren.
  • Grün: Auch hier sollte eine kleine S-Kurve geformt werden. Natürlich handelt es sich hier ebenfalls um ein Beispiel.
  • Rot: Hier kannst Du ruhig eine stärkere S-Kurve formen. Schau Dir ruhig mein Beispiel Bild ein Stück weiter unten an.
  • Blau: Hier machst Du zwar auch eine S-Kurve, jedoch eine umgekehrte. Experimentiere ruhig bis das Bild Deinen Vorstellungen entspricht.

3. Farbstich hinzufügen:

Um die Crossentwicklung etwas charakteristischer zu gestalten, kann man dem ganzen Bild nun noch einen Farbstich verpassen. Typisch für diese Art der Entwicklung ist ein gelber- bzw. grüner Farbton. Für welche Farbe man sich letztendlich entscheidet hängt vom Gesamtbild ab.  Erstellen wir erstmal eine neue Ebene über Ebene – Neue Füllebene – Farbfläche. Es öffnet sich dann automatisch der Farbregler. Hier kannst Du beispielsweise die Farbe #e4f206 eingeben oder halt eine andere Farbe auswählen. Der Ebenenmodus muss hier ebenfalls geändert werden. Setze ihn hier auf “weiches Licht” und die Deckkraft runter auf ca. 20 Prozent.

Das war es auch eigentlich schon. Es gibt noch eine andere Technik um einen ähnlichen Effekt zu erhalten. Und zwar das Spiel mit den Ebenenmodus & der Farbbalance. In einem anderen Artikel werde ich dann diese Technik anhand eines Beispiels erklären.

Funktioniert das auch mit Adobe Elements?

Leider bietet Elements nicht die Funktion der Gradiationskurven-Einstellung. Daher ist diese Technik nicht in Elements umzusetzen. Wie man dennoch an das selbe Ziel mittels Adobe Elements kommt, werde ich in einem anderen Artikel erklären.

08
Jun 2010
AUTOR David
Kommentare 2 Kommentare