Photoshop glühende Licht-Effekt-Pinsel als Download-Freebie

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        Schicke Layouts kommen ohne Lichteffekte gar nicht mehr aus. Sei es in der professionellen Grafikgestaltung, Fotografie oder sonst wo, wo der Photoshop-Pinsel geschwungen wird. Hier findest Du eine gelungene Übersicht

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Den Lomo-Look mittels Adobe Photoshop CS nachmachen!

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Wem der Begriff Lomo nichts sagt, braucht seinen Kopf nicht gleich in den Sand stecken. Denn in ein paar Sätzen erkläre ich, woher der Begriff “Lomo” eigentlich stammt und was er damals, also in den wilden Achtzigern, bewirkte. Wer diesen Look nachher mit seinen Fotos selber “nachbauen” möchte, sollte sich dieses Tutorial zur Lomografie anschauen.

Woher stammt der Begriff LOMO eigentlich? Nun, wie bereits oben erwähnt, ist der Begriff in den achtziger Jahren entstanden. Und zwar wurde eine russiche Firma “LOMO” Namensgeber der Lomo Compact Camera. Nach circa zehn Jahren dann, haben österreichische Studenten den damals typischen Lomo-Look als Kunstform für die eigenen Bilder genutzt. Somit wurde nicht nur dieser Effekt bekannt, sondern auch die damals billige Kamera der Marke Lomo weltbekannt.

In dieser Anleitung werde ich erklären, wie man mittels verschiedener Einstellungsebenen genau diesen effektvollen Stil aus den wilden Achtzigern erzielt. Dieser Stil ist nicht für jedes Bild geeignet, doch kann dieser Stil auf jedes Foto angewandt werden. Ob es gut aussieht oder nicht, entscheidet letztendlich der Betrachter. In diesem Tutorial benutze ich ein Bild, dass vielleicht nicht ganz so zum Lomo-Look passt, doch wer sich einmal die Fotos auf Flickr.com zu diesem Stil der Bearbeitung anschaut, wird schnell Freude daran haben.

PS. Klicke einfach auf die einzelnen Bilder, um sie in voller Größe sehen zu können.

1. Öffne das Bild in Adobe Photoshop CS & nutze die Filter:

einstellung1

Als erstes solltest Du das Bild in Adobe Photoshop öffnen. Im nächsten Schritt, kopierst Du nun die Hintergrund-Ebene (STRG+J) und wendest einen Filter an. Hier ist es der Stilisierungsfilter – Korneffekt. Bevor Du auf OK klickst, solltest Du noch Anisotrop aktivieren. Jetzt kannst Du auf OK klicken. Die Einstellung dieser Ebene sollte nun auf “Aufhellen” gesetzt werden. Die Deckkraft dieser kopierten Ebene setzen wir nun noch runter auf 70 Prozent.

einstellung2

Im nächsten Schritt, wenden wir nun die Einstellungsebene Kanalmixer an. Wir wählen als ersten den Ausgabekanal “Grün” aus und setzen den Rot-Regler auf -15 Prozent. Den Grün-Regler wiederum setzen wir auf 115 Prozent. Dies wiederholen wir nun auch für den Ausgabekanal Blau.

einstellung3

Nun spielen wir etwas mit der  Sättigung des Bildes. Erstellen wir dazu eine Einstellungsbene Gradiationskurven. Wählen wir hier als ersten Schritt, den Rot-Kanal. Hier ziehen wir den oberen, rechten Kurvenpunkt ein Kästchen weiter nach links. Den unteren Punkt ziehen wir unten nach links ein Kästchen weiter. Das Bild bekommt nun einen unnatürlichen Ton, der fast schon weh in den Augen tut. ;) Doch wir müssen diesen Schritt auch mit dem Grün- und Blau-Kanal wiederholen. Diese Einstellungsebene setzen wir im Bereich Füllmethode auf “Sättigung”. Jetzt sind die Farben des Objekts zwar etwas intensiver, doch scheint sich auf dem Bild ein Schleier gelegt zu haben.

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Als nächstes werden wir diese zuletzt erstellte Einstellungsebene kopieren (STRG+J sind die Tastenkürzel dazu). Hier setzen wir jedoch die Füllmethode auf “Farbton”. Die verschiedenen Farbkanäle bleiben unberührt. Lediglich den roten Kanal ändern wir. Im Screenshot wird gezeigt, wie die Punkte gesetzt werden können. (Tipp: Wer keine Gitterlinien in der Gradiationskurve sieht, kann mittels gedrückter ALT-Taste und Mausklick auf das Feld der Linien die Ansicht ändern bzw. die Gitterlinien aktivieren)

einstellung5

Nun werden wir wieder eine Einstellungsebene Gradiationskurven erstellen. Doch hier ändern wir den RGB-Kanal, der standardmäßig angezeigt wird. Hier zaubern wir eine leichte S-Kurve ein, so dass Ausgabe & Eingabe etwas verändert werden. Die Füllmethode dieser Ebene setzen wir nun noch auf “Luminanz”. Somit werden die Farben nicht beeinflusst, sondern lediglich die Kontraste.  Ergo legt die Stärke der S-Kurve fest, wie hoch oder wie niedrig die Kontraste des Bildes sind.

Nun legen wir eine Vignette über dieses Bild. Dazu bedienen wir uns dem Lasso-Werkzeug. Hiermit ziehen wir eine grobe Auswahl entlang des Bildschirmrandes. Dieser Auswahl fügen wir nun weiche Kanten hinzu. Dies geht über “Auswahl – Auswahl verändern – Weiche Kante”. Als Wert habe ich in diesem Bild 80 Pixel genommen. Je nach Bild, kann dieser Wert ohne Weiteres angepasst werden. Die Auswahl kehren wir nun um. Dies geht ganz einfach mit der Tastenkombination “STRG+Umschalt+i”. Hierzu gibt es leider keinen Screenshot.

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Bei der gerade erstellten Auswahl nehmen wir nun eine Tonwertkorrekotur vor. Dazu müssen wir auch eine Einstellungsbene erstellen. Hier nehmen wir also die Einstellungsebene Tonwertkorrektur. Hier müssen wir nun den mittleren Wert anpassen. In meinem Beispiel habe ich ihn auf das Minimum gesetzt. Es muss halt so aussehen, dass die Auswahl komplett abgedunkelt wird.

einstellung7

Nun klicken wir mit gedrückter STRG+Taste erneut auf die Maske der Einstellungsebene. Es wird nun wieder die Auswahl angezeigt. Nun erstellen wir eine neue Ebene mit dem Wert “Hartes Licht” bei Füllmethode. Mit STRG+F5 legen wir füllen wir diese Ebene mit Schwarz. Die Deckkraft dieser Ebene können wir ruhig auf 60 Prozent runter setzen. Als letzten Schritt heben wir nun die Auswahl auf. Dies geht ganz einfach mit der Tastenkombination STRG+D.

einstellung8

Wir können nun noch die Deckkraft der Einstellungsbene “Tonwertkorrektur” etwas runter setzen. In meinem Beispiel sind es 50 Prozent. Doch auch hier kann natürlich mit den Werten gespielt werden. Wir können außerdem noch einen Fotofilter nutzen. Hier spielen die Originalfarben eine große Rolle. Dies geht über die Einstellungsebene “Fotofilter”. Je nachdem, welches Objekt genommen wird, können wir die Farbe bzw. die Wärme des Bildes dadurch betonen. Ich habe hier mal zu Demonstrationszwecken den Warmfilter (85) genommen.

Nun sind wir fertig. Das Bild sieht zwar komplett anders aus, als das Original, aber genau das wollten wir ja mit diesem Lomo-Effekt erreichen.

Das Resultat:

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